Werte, die nur der Fußball vermittelt – heute: NeverGiveUp

Werte, die nur der Fußball vermittelt – heute: Never give up

Kein Tor, keine Medaille – und trotzdem ein Sieg fürs Leben. An einem kurzen Fußballmoment zeigen wir, warum Aufgeben für Kinder keine Option sein sollte und wie du diese Haltung auch abseits des Platzes stärkst.

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Werte, die nur der Fußball vermittelt – heute: Never give up

Hey ihr da draußen, Fußballeltern, Platzrand-Steher, Taxi-Eltern mit Thermobecher in der Hand. Wir müssen reden. Über einen dieser Momente, die auf der Anzeigetafel wie „Nix Besonderes“ aussehen – aber im echten Leben komplett gamechanging sind.

Ausgangspunkt ist dieses kurze Video hier. Schau es dir bitte zuerst an, dann weißt du genau, wovon wir sprechen.

Im Video geht’s nicht um ein Traumtor, nicht um einen Pokal, nicht um Medaillen. Es geht um etwas, das man nicht anfassen, aber dafür ein Leben lang mit sich rumtragen kann: die Haltung, nicht aufzugeben.

Genau dieser Satz bringt es gut auf den Punkt. Wenn du selbst schon viel mit Kids auf dem Platz unterwegs warst, kennst du diese Szenen:

  • Das Team liegt 0:5 hinten und trotzdem wird weiter gegrätscht, gepresst, gelaufen.

  • Dein Kind schießt den dritten Ball übers Tor, will schon den Kopf hängen lassen – und nimmt sich dann doch noch mal ein Herz.

  • Der Keeper kassiert einen Kullerball, den eigentlich die Oma gehalten hätte, bleibt aber im Spiel, ruft weiter seine Mitspieler und geht wieder raus zum nächsten Ball.

Auf dem Papier ist das alles „nur Fußball“. Aber wenn wir ehrlich sind, sind es Trainingseinheiten fürs Leben

Warum gerade Fußball diese „Nie aufgeben“-Mentalität so brutal gut trainiert

Es gibt viele Sportarten, die stark machen. Aber Fußball hat ein paar ganz spezielle Eigenheiten, die dieses NeverGiveUp fast automatisch mitliefern – wenn wir Erwachsenen es nicht kaputtcoachen.

1. Niederlagen sind im Fußball Standardprogramm

Im Kinderfußball gewinnst du nicht jedes Spiel. Manchmal verlierst du sogar mehrere Spiele am Stück. Manche Kids hängen regelmäßig hinten drin, weil ihre Liga zu stark ist oder der Kader dünn. Und trotzdem:

  • Sie kommen wieder ins Training.

  • Sie ziehen das Trikot an, obwohl der letzte Samstag wehgetan hat.

  • Sie laufen wieder raus, obwohl sie wissen, dass es heute richtig hart werden kann.

Das ist Mut. Das ist Frustrationstoleranz. Und das ist genau das, was ihnen später in Schule, Ausbildung oder Job hilft, wenn es mal scheppert.

2. Im Fußball bist du nie allein – und trotzdem verantwortlich

Fußball ist ein Teamsport. Klar. Aber jede Aktion kann das Spiel drehen. Dein Kind erlebt im Minutentakt:

  • Ich kann Fehler machen – und das Team fängt mich auf.

  • Ich kann fürs Team rennen, obwohl ich gerade selbst frustriert bin.

  • Ich kann den Ball verlieren und ihn mir wieder zurückholen.

Genau diese Kombi aus Eigenverantwortung + Teamgefühl sorgt dafür, dass Kids lernen: Ich gebe nicht auf, weil wir nicht aufgeben.

3. Fußball ist voll mit Mini-Scheitern – und sofortiger Chance auf Wiedergutmachung

Kein Sport produziert so viele kleine Fails wie Fußball:

  • Pass verstolpert.

  • Ball verspringt.

  • Mitspieler übersehen.

  • Zweikampf verloren.

Im nächsten Moment ist der Ball aber wieder da. Neue Situation, neue Chance. Dieses ständige „Fehler – weiter – nächste Aktion“ ist ein gutes Lernfeld, um nicht in der Fehler-Schleife hängen zu bleiben, sondern nach vorn zu schauen.

Was Kinder aus „Kein Tor. Keine Medaille.“ wirklich mitnehmen

Das Video sagt es klar: Fußball ist mehr als Ergebnisse. Wenn wir es zulassen, lernen Kinder auf dem Platz Werte, die keine Tabelle der Welt abbilden kann.

Starke Werte, die Fußballkids ganz nebenbei einsammeln

  1. Durchhaltevermögen
    Dein Kind merkt: Auch wenn es gar nicht läuft, lohnt es sich dranzubleiben. Wer bis zum Ende fightet, gewinnt zumindest Respekt vor sich selbst.

  2. Umgang mit Druck
    Elferschießen, letzter Spieltag, Papa am Zaun – Druck gehört dazu. Im Kleinen üben Kinder: tief durchatmen, trotzdem schießen, trotzdem hingehen.

  3. Resilienz
    Fehler, Bank, Niederlage, Tränen. Und dann die Frage: Gehe ich trotzdem wieder ins Training? Wenn die Antwort Ja ist, baut sich da gerade ein verdammt starkes inneres Gerüst auf.

  4. Teamgeist
    Auch wenn ich heute keinen Sahnetag habe, kann ich für die anderen rennen, abklatschen, pushen. Kinder lernen: Ich zähle, auch wenn ich nicht der Torschütze bin.

  5. Selbstwert jenseits von Leistung
    Wenn wir Erwachsenen es gut begleiten, verknüpft sich im Kopf des Kindes: „Ich bin wertvoll, auch wenn ich keinen Pokal hochhalte.“ Das ist Gold wert.

Unsere Rolle als Eltern: Verstärken wir Never give up oder machen wir es kaputt?

Jetzt wird’s ein bisschen unbequem. Denn ob Kinder diese Werte wirklich mitnehmen, hängt krass viel von uns Erwachsenen ab. Nicht nur von den Trainerinnen und Trainern, auch von uns Eltern am Spielfeldrand.

Typische Eltern-Fallen (die wir alle schon mal mitgenommen haben)

  • Ergebnis-Fixierung
    Frage nach dem Spiel: „Und? Wie hoch gewonnen?“ statt „Wie war’s für dich?“

  • Leistungs-Kommentar
    „Heute warst du aber nicht so gut wie letzte Woche.“ Klingt harmlos, frisst aber an der Motivation.

  • Vergleichs-Modus
    „Schau mal, wie viel der XY schon läuft.“ Kinder checken sowas sofort – und richten ihren Wert an anderen aus.

Der Punkt ist: Wenn ein Kind sich nach einem gebrauchten Spiel trotzdem wieder aufrafft, die Tasche packt und ins nächste Training fährt, dann ist das schon der Sieg. Auch wenn der Liveticker 0:6 anzeigt.

Wie wir als Eltern NeverGiveUp sichtbar machen können

Ein paar einfache Sätze, die mega viel auslösen können:

  • „Ich fand stark, dass du nach dem Fehler weitergemacht hast.“

  • „Mir ist aufgefallen, wie du deine Mitspieler angefeuert hast.“

  • „Es war bestimmt frustig heute. Umso cooler, dass du nicht aufgegeben hast.“

  • „Du hast heute keinen Treffer gemacht – aber du warst trotzdem voll im Spiel.“

Damit verschieben wir den Fokus von „Warst du gut genug?“ zu „Bist du drangeblieben?“. Und genau das ist der Wert, von dem das Video erzählt.

Vom Platz ins Leben: Diese Haltung nimmt man mit. Oft ein Leben lang.

Wenn Kinder früh erleben, dass Aufgeben keine Option ist – zumindest nicht beim ersten Gegenwind – dann passiert etwas Spannendes: Der Fußball rutscht in ihren Alltag mit rein.

Typische Situationen, die du bestimmt kennst:

  • Mathearbeit vergeigt – trotzdem wieder lernen.

  • In der neuen Klasse noch niemanden so als Freund – trotzdem weiter hingehen.

  • Beim ersten Vereinswechsel auf der Bank gelandet – trotzdem weitertrainieren.

Viele Kids sagen das nicht laut, aber innerlich läuft etwas wie: „Auf dem Platz hab ich’s auch geschafft, wiederzukommen. Also krieg ich das hier auch hin.“ Das ist die Haltung, die man mitnimmt. Oft wirklich ein Leben lang.

Und was haben Bücher jetzt damit zu tun?

Jetzt fragst du dich vielleicht: Okay, Video verstanden, Werte verstanden – aber was hat das alles mit ballstories.kids zu tun?

Ganz einfach: Genau diese Werte wollen wir nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Kopf der Kids verankern. Fußball ist das Spielfeld, Geschichten sind der Verstärker.

Werte aus dem Stadion in die Bettdecke holen

Bei ballstories.kids steht dein Kind im Mittelpunkt einer personalisierten Fußballgeschichte. Aber das Entscheidende ist nicht, dass es ständig gewinnt. Sondern:

  • In vielen Stories steht dein Kind vor einem Problem, nicht vor einem Pokal.

  • Es muss Rückschläge fressen, sich wieder berappeln, Mut sammeln.

  • Am Ende ist der „Sieg“ oft etwas Inneres: Mut gefunden, Team gerettet, Freundschaft gehalten, Fairplay über Ego gestellt.

Du kannst bei den Büchern sogar einen Fokus-Wert wählen, beispielsweise:

  • Umgang mit Niederlagen – perfekt für Kids, die nach einem 0:8 erstmal zwei Wochen die Tasche in die Ecke pfeffern.

  • Mut – für die, die zwar kicken können, aber in entscheidenden Momenten lieber den Ball abgeben.

  • Teamgeist – wenn dein Kind eher der Solo-Dribbler ist, der den Pass nur im Notfall spielt.

Damit werden die Botschaften, die der Fußball eh schon mitbringt, nochmal in eine Geschichte gegossen, die dein Kind beim Lesen immer wieder erlebt. Ganz gemütlich unter der Decke. Ohne Trainer, ohne Zuschauer, ohne Druck.

Warum Stories so stark sind (besonders für Lesemuffel)

Viele Kids sind auf dem Platz die größten Krieger, aber beim Lesen eher so „Och nö, muss das sein?“. Genau da setzen die Geschichten an:

  • Dein Kind ist die Hauptfigur – nicht irgendein Maxi Mustermann.

  • Der Lieblingsverein, echte Freunde und Orte aus eurer Stadt tauchen auf.

  • Und: Die Story transportiert denselben Vibe wie das Video oben. Kein weichgespültes Happy End, sondern glaubhafte Entwicklungen mit echten Werten.

So lernen Kinder: Diese ganzen Themen – Durchhalten, nie aufgeben, fair bleiben – gehören nicht nur auf den Rasen, sondern auch in ihren Kopf. Und das macht am Ende den Unterschied.

Praktischer Tipp: So nutzt du das Video & Geschichten gemeinsam

Wenn du Lust hast, aus dem Video mehr zu machen als „kurz angeschaut, weiterwischen“, kannst du es so angehen:

  1. Video zusammen schauen
    Setz dich mit deinem Kind hin, schaut das Video in Ruhe. Ohne nebenbei Instagram, ohne „Ich mach nur kurz Mails“.

  2. Offene Fragen stellen
    Frag nicht: „Hast du verstanden, worum es geht?“, sondern lieber:

    • „Was denkst du, wie der Spieler sich fühlt?“

    • „Wann hattest du mal so einen Moment, wo du fast aufgeben wolltest?“

    • „Was war daran am schwersten?“

  3. Erlebnisse vom Platz verknüpfen
    Hol ein Beispiel aus seinem oder ihrem letzten Spiel oder Training: „Weißt du noch, letztes Wochenende nach dem verschossenen Elfer? Das war eigentlich genau so ein Moment.“

  4. Geschichte mit Wertefokus raussuchen
    Wenn du magst, such dir bei
    ballstories.kids/create eine Story mit Fokus „Umgang mit Niederlagen“ oder „Mut“ aus. So wird das Thema nicht nur einmal besprochen, sondern taucht immer wieder im Lieblingsformat deines Kindes auf: im eigenen Fußballabenteuer.

So entsteht ein roter Faden: Video – echte Erfahrung – Geschichte. Drei Blickwinkel auf denselben Wert. Das bleibt hängen.

Werte, die bleiben: Fußball, Bücher & diese kleinen, großen Momente

Am Ende des Tages erinnert sich dein Kind später nicht an jede Tabelle und jedes Ergebnis. Aber an Gefühle. An Momente. An diese Abende, an denen es mies gelaunt vom Platz kam – und du nicht gefragt hast: „Wie viele Tore?“, sondern: „Wie geht’s dir damit?“.

Genau da entstehen die echten Siege:

  • Wenn dein Kind lernt, dass Tränen okay sind – aber Aufgeben keine Pflicht ist.

  • Wenn Niederlagen nicht peinlich, sondern Teil des Weges sind.

  • Wenn Geschichten und Erlebnisse auf dem Platz zusammen ein Bild malen: Ich bin mehr als mein Ergebnis.

Fußball kann hart sein. Aber aufgeben ist keine Option. Weder auf dem Platz noch im Leben. Und wenn ein kurzes Video, ein hartes Spiel und eine gute Geschichte zusammen dafür sorgen, dass dein Kind genau das verinnerlicht – dann reden wir nicht über ein 3:2, sondern über einen Sieg fürs Leben.

FAQ: Werte im Kinderfußball & Geschichten

Ab welchem Alter verstehen Kinder das Thema „Nicht aufgeben“ überhaupt?

Schon Grundschulkids checken ziemlich gut, was es heißt, dranzubleiben – sie spüren ja sofort, wie sich Aufgeben anfühlt. Wichtig ist, dass wir es in ihrer Sprache erklären und an echten Situationen festmachen: verschossener Elfer, auf die Bank gesetzt, Turnier früh raus. Je konkreter der Bezug, desto besser.

Was mache ich, wenn mein Kind nach einer Niederlage „Kein Bock mehr“ sagt?

Nicht direkt gegendrücken im Sinne von „Jetzt stell dich nicht so an“, sondern erstmal Raum geben: „Ich verstehe, dass du gerade keinen Bock hast.“ Danach kannst du gemeinsam überlegen, was beim nächsten Mal helfen könnte. Manchmal reicht schon ein kleines Ziel: „Beim nächsten Spiel will ich einfach nur mutiger in die Zweikämpfe gehen.“

Wie kann ich mein Kind stärken, wenn es im Verein oft verliert?

Stell die Leistung losgelöst vom Ergebnis in den Vordergrund. Lobe Haltung, Einsatz, Fairness, Teamgeist. Und hol Beispiele aus anderen Bereichen: „Weißt du noch, als du beim Lesen erst gar nicht reinkamst und jetzt ganze Kapitel schaffst? Genauso ist es beim Fußball: Dranbleiben schlägt Ergebnis.“

Wie passen Geschichten und Fußball überhaupt zusammen?

Fußball liefert Emotionen, Geschichten geben ihnen Worte und Bilder. Wenn dein Kind im Buch als Hauptfigur dieselben Themen erlebt wie auf dem Platz – Nervosität, Niederlage, Comeback – verknüpft das Gehirn die Erfahrungen. Das macht es leichter, aus Erlebnissen wirklich etwas zu lernen und nicht nur „war halt ein Spiel“ abzuhaken.

Kann ein Buch wirklich helfen, mit Niederlagen besser klarzukommen?

Allein macht ein Buch natürlich keinen Profi im Mentalbereich aus deinem Kind. Aber es kann ein starker Anker sein: Kinder sehen, wie „ihr Ich im Buch“ scheitert, zweifelt, weitermacht – und verknüpfen das mit sich selbst. In Kombi mit deiner Begleitung, guten Trainerinnen und Trainern und solchen Videos wie oben, wird daraus ein richtig stabiles Werte-Fundament.

Wenn du Geschichten mit Wertefokus suchst, die genau da ansetzen, schau gern in unsere weiteren Artikel im Blog rein oder erstelle direkt eine eigene Story mit Fokus auf Mut, Teamgeist, Fairplay oder Umgang mit Niederlagen über den Konfigurator.

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